Zeuthen - Wirtshaus am See

„Kunst und Genuss“ war die Ankündigung für den Abend in Zeuthen. Mittlerweile schon Tradition: einmal im Jahr der Auftritt von Gaby und Ingo im „Wirtshaus am See“. Nach „sautierten Jakobsmuscheln und dem Rücken vom Iberico-Eichelmastschwein“ der Konzertbeginn... In der Küche wurde gespült, auf der Bühne gespielt...und gesungen.

Letzteres wieder mit einer Hingabe, einer Leidenschaft, die zeigt, hier sind zwei Vollblutmusiker am Start. „Kunst und Genuss“ an diesem Abend nicht getrennt zu sehen, sondern beides für beides zutreffend, für den kulinarischen, wie auch den musikalischen Teil des Abends. So wie in der Pause die Präsentation des Desserts („Honigparfait mit Schokoladengitter im Holundersüppchen) eine Kunst ist, war es ein Genuss,  Gaby und Ingo zuzuhören. Und wieder: die Beiden nicht nur FÜR, sondern MIT ihrem Publikum. So saßen beide mit im Gastraum erfreuten sich wie die anderen Gäste am Menü. Wenn dann zu „Kunst und Genuss“ auch noch die „Berührung“ (die musikalische, und die, wie auf dem Foto) kommt, ist es ein Abend für alle Sinne... Hier, anders als sonst, wo der Beifall erst einsetzte, wenn der letzte Ton verklungen war, Jubelrufe bereits bei den letzten Klängen der vorgetragenen Lieder.
Für mich, neben den immer wieder gern gehörten Titeln, dieses Mal alles dabei, was ich sonst vermisste. „Wie auf dem Feld ein Stein“, „Hinter dem Theater“ und sehr selten bei Auftritten im „Binnenland“: „Der Sand von Rügen“.

Wenn es nach dem Publikum und nach mir gegangen wäre, hätte dieser Abend bis in den Morgen gehen dürfen.

Wenn Frau Wirtin beinahe bei jedem Titel textsicher ist, zeigt das die Verbundenheit zu guter Musik, wenn Gaby und Ingo zeigen, dass man auch nach einem guten Essen jeden Ton treffen kann, zeugt das von künstlerischem Können und der Leichtigkeit der Speisen. Ganz einfach „Kunst und Genuss“. Nach diesem erfolgreichen Abend wünsche nicht nur ich mir, dass die Tradition, „einmal im Jahr im Wirtshaus am See“ beibehalten wird.

Reno Engel


                             

© Gaby Rueckert 2017